Greene, 11.07.2020, von M. Radke

Großbrand eines Wohnhauses in Greene, 300 Kräfte im Einsatz

Zum zweiten Großbrand binnen weniger Tage wurden die ehrenamtlichen Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerk (THW) Einbeck und Northeim zur Hilfe gerufen.

Im Einbecker Ortsteil Greene wurde um kurz nach 9 Uhr am Samstagmorgen die Feuerwehr zu einem Wohnhausbrand alarmiert bei dem Vier Personen verletzt wurden. Beim Eintreffen des Ortsbrandmeisters nach wenigen Minuten, wurde ein Vollbrand einer Werkstatt und ein Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus festgestellt.

Daraufhin ließ der Einsatzleiter der Feuerwehr aus dem gesamten Stadtgebiet Einbeck und Bad Gandersheim zahlreiche Einsatzkräfte nach alarmieren. Dabei waren auch der Einsatzleitwagen der Stadtfeuerwehr Einbeck, sowie die Technische Einsatzleitung Nord/Ost aus Bad Gandersheim. Ebenfalls wurde in diesem Zuge der Fachberater THW aus Einbeck mit alarmiert. 

Dieser war bereits kurz nach dem Alarm auf dem Weg nach Greene und nahm Kontakt mit der Einsatzleitung auf. Während einer ersten kurzen Lagebesprechung entwickelte sich der Brand derart schnell und Griff auf weitere Gebäudeteile über. Aufgrund der Dynamik und räumlichen Situation an der Einsatzstelle mit einem bewachsenen Hinterhof, Werkstattbereich und vielen Fahrzeugen auf dem Hof stellten sich sehr schnell Einsatzoptionen für das THW heraus.

Daher wurde die Fachgruppe Räumen mit dem Teleskoplader aus Northeim nachalarmiert. Mit diesem wurde der Hinterhof des Gebäudes erstmal frei geschnoben und zahlreiche Autos aus dem Weg geräumt. Dabei mussten teilweise große Erdmengen bewegt werden. Ebenfalls wurden Bäume und Büsche mit dem Teleskoplader entfernt, um der Feuerwehr einen Zugriff auf das Feuer und das Gebäude zu verschaffen. Dabei mussten alle Arbeiten mit dem Räumgerät unter Atemschutz durchgeführt werden.

Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurde noch die Fachgruppe Schwere Bergung des THW Einbeck, der LKW Kipper des THW Göttingen mit dem Personenkorb des Teleskoplader sowie der Baufachberater des THW Northeim nachalarmiert.

Der Baufachberater erkundete immer wieder das Einsatzobjekt und berat die Einsatzleitung über die Statik des Gebäudes. Im weiteren Verlauf wurde noch der Abriss einer Giebelwand veranlasst. Dieses war mit dem Räumgerät des THW Northeim aber nicht möglich, da man nicht nah genug an das Objekt herankommen konnte. Über den Fachberater THW wurde mit Hilfe der Regionalstelle Göttingen ermittelt wo der nächste Mobilbagger des THW stationiert ist. Da diese aber zu weit entfernt waren, wurde von einem Örtlichen Baumaschinenverleih ein 18t Mobilbagger angemietet und mit Hilfe des Tiefladers der Fachgruppe Räumen zur Einsatzstelle gebracht. Der Bagger wurde durch einen Baumaschinenführer der Feuerwehr Einbeck bedient, bei den Abrissarbeiten musste auch dort Atemschutz getragen werden. Mit Hilfe des Baggers wurden Teile des Gebäudes niedergelegt, um an die Giebelwand zu gelangen und diese niederzulegen.

Die Fachgruppe Schwere Bergung unterstütze die Fachgruppe Räumen des THW Northeim bei ihren Arbeiten. Unteranderem wurde mit der Motorsäge ein Waldstück komplett geräumt und unter Atemschutz mehrere Mauerdurchbrüche für die Löscharbeiten der Feuerwehr angelegt.

Nach rund 10 Std. konnte der Einsatz des THW beendet werden. Der Einsatz der Feuerwehr zog sich noch bis Sonntagmittag hin. Im Einsatz waren rund 300 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, THW und Rettungsdienst. 

 

Im Einsatz:

THW Einbeck:

  • Fachberater THW, OV-PKW
  • FGr. Schwere Bergung, MzKW


THW Northeim:

  • FGr. Räumen, Teleskoplader, WLF, Tieflader
  • Baufachberatertrupp von THW und Kreisfeuerwehr Northeim, MTW


THW Göttingen:

  • Fachzug Logistik, LKW Kipper

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